Wenn Väter ihre Kinder nicht mehr sehen und still leiden.

Du beschützt dein Kind. 

Gibst es nicht auf, selbst wenn es nicht mehr bei dir lebt.
Aber wer fragt dich eigentlich, wie es dir damit geht?

Seit meinem letzten Beitrag haben mir viele Väter geschrieben.
Sie haben von Gerichtsverfahren erzählt.
Von Jahren ohne Alltag mit ihren Kindern.
Von Kontaktabbrüchen.

Von Geburtstagen, an denen sie nur gehofft haben.
Von Briefen, die nie beantwortet wurden.
Von Türen, die sie offen halten.

Und von dem tiefen Wunsch, nicht zu verbittern.

Eins hat mich dabei besonders berührt.
Fast jeder schreibt über sein Kind.
Über das System.
Über die Mutter.
Über das, was passiert ist.

Kaum einer schreibt darüber, was dieser Verlust mit ihm selbst macht.
Darüber sprechen wir viel zu selten.

Dafür finden viele Männer keine Worte.

Nicht nur Kinder verlieren ihren Vater.
Ein Vater verliert dabei Stück für Stück sich selbst.

Nicht an einem Tag, aber über Jahre.

Während er hofft.
Während er kämpft.
Während er funktioniert.

Ich glaube, jeder Vater würde alles dafür geben, dass es seinem Kind gut geht.
Ich wünsche mir nur, dass sich dieser Vater dem Mann zuwendet, 
der diesen Schmerz jeden Tag mit sich trägt.

➡️ Wie geht es dir wirklich damit?
 

Bild von Andrea Grobbauer

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