Trennung: Warum Männer zu spät aussprechen, was wirklich los ist

Eine der größten Überraschungen für viele Männer:
𝗗𝗶𝗲 𝗧𝗿𝗲𝗻𝗻𝘂𝗻𝗴.

Überraschend, 
aber oft schon lange vorher da.

Nicht als endgültige Entscheidung, 
aber als Distanz, als Sprachlosigkeit.
Als etwas, das nur noch nicht ausgesprochen wurde.

Ich habe Männer erlebt, die nach einer Trennung sagten:
„Ich habe doch immer wieder gesagt, was nicht stimmt.“

Und Frauen, die antworteten: „Nein. Hast du nicht.“

Oder umgekehrt.

Das Verrückte ist, dass häufig beide recht haben.

Viele Männer sprechen. 
Aber nicht eindeutig.

Sie machen Andeutungen.
Sie schlucken Dinge herunter.
Sie hoffen, dass ihr Gegenüber zwischen den Zeilen liest.

Und irgendwann entsteht bei ihnen das Gefühl „Es bringt sowieso nichts.“

Also wird noch weniger gesagt. 
Die Stille wächst und mit ihr die Einsamkeit.

Doch die eigentliche Frage beginnt viel früher.
Hast du selbst verstanden, was in dir los ist?

Denn wenn du deine eigenen Bedürfnisse, Enttäuschungen und Ängste selbst nicht klar kennst, kannst du sie auch nicht klar aussprechen.

Gefährlich!

Denn man entfernt sich zuerst von sich selbst.
Erst später voneinander.

Die Trennung ist nicht der Anfang des Problems.
Sie macht sichtbar, was lange vorher begonnen hat.

Ich weiß, innere Klarheit rettet nicht jede Beziehung.

Aber fehlende Eindeutigkeit in einem selbst zerstört mehr Beziehungen, 
als den meisten Männern bewusst ist.
 

Bild von Andrea Grobbauer

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