Dein Kind lebt. Trotzdem trauerst du.
Und kein Mensch kondoliert dir.
Denn die meisten denken bei Trauer an den Tod.
Ich denke an Väter, die ihre Kinder nur noch jedes zweite Wochenende sehen.
An Männer, deren erwachsene Kinder den Kontakt abbrechen.
An den Moment, in dem ein Vater merkt, dass er mit dem Alltag seines Kindes kaum noch Verbindung hat.
An Männer, die ihre Vaterrolle vermissen, die sie einmal gelebt und geliebt haben.
Ich kenne diesen Schmerz aus meiner eigenen Geschichte.
Kaum einer fragt, wie es dir damit geht.
Du selbst sprichst schon lange nicht mehr darüber.
Es gibt Verluste, die so tief berühren wie ein Todesfall.
Nur nennt sie kaum jemand Trauer.
Vor allem du selbst nicht.
Deshalb trägst du diesen Schmerz jahrelang allein.
➡️ Der erste Schritt zur Entlastung ist, deinen Schmerz nicht länger kleinzureden.

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